Objektbeschreibung

Objektbeschreibung Dorfplatz

Der naturnahe Spiel- und Begegnungsraum für alle Generationen

Der naturnahe Spiel- und Begegnungsraum für alle Generationen wird durch eine sinnlich anregende Wegeführung mit einer Vielzahl von Plätzen durchzogen. Dabei teilt das Wegenetz die Freifläche in grob vier Spiel- und Aufenthaltszonen ein.

Soziale Kunstobjekte

Jeder Eingang zum Dorfplatz bildet ein Soziales Kunstobjekt. Die Zielsetzungen und der Entstehungsprozess sowie der soziale Hintergrund des Kunstobjektes ist die Integration nicht nur der Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Staufenberg. Es könnte auch ein Kunstobjekt für die Gesamtstadt Gernsbach werden, was dann einer großen Außenwirkung gleichkommt. Im Westen entstand auf diese Weise ein Portal mit Klanghölzern, die in einer Kinderaktion hergestellt wurden.

Abenteuerspielplatz

 

Nachfolgend findet man dann wegbegleitend einen Balancier- und Kletterparcours. Eine Art „Nicht-den-Boden-berühren-Pfad“. Er besteht überwiegend aus Naturmaterial und kann somit kostengünstig beschafft und eingebaut werden.

 

Beispiel: Wegbegleitender Stelzenparcours. Ein spannendes Spielangebot, mit dem man durch seine spezifischen Kombinationsmöglichkeiten Spielreize und Anforderungen individuell und auf die Nutzergruppen abgestimmt anbieten kann. Man spielt sich hinein in die Spielanlage, wird angelockt und positiv in Stimmung versetzt. Intrinsisch entsteht Wertschätzung, was Vandalismusschäden entgegenwirkt.

Streifram

Als Abzweigung gedacht und nach Norden geführt, geht der „Nicht-den-Boden-berühren-Pfad“ nun in einen Streifraum über. Dieser definiert sich durch einen Spielhang mit Endstation bei einer Breit-Holm-Rutsche mit seitlichem Kletteraufstieg. Nachfolgend in Richtung Westen findet man in der Planung dann noch einen Kletterberg. Dieser ist aus Natursteinen hergestellt und wirkt hochmotivierend auch noch für ältere Kinder und jung gebliebene Erwachsene. Für ausreichend Fallschutzfläche wurde in der Planung gesorgt. Das gilt auch für die Talschaukel mit Nestschaukel ganz im Nordwesten.

Stehwippe

Als weitere sozialintegrative Spielangebote sind die Stehwippe sowie die sechseckige Tischtennisplatte zu verstehen. Beide Bereich wurden so geplant, dass sie wie Spielpunkte wirken. Trotzdem stehen sie so in Interdependenz zu den anderen Angeboten, dass man keinesfalls von einer Möblierung bzw. Ausgrenzung sprechen kann.

 

Bei der Stehwippe handelt es sich um ein hochmotivierendes soziales Spielobjekt. Sie ist mit herkömmlichen Balkenwippen nicht vergleichbar. Bewegungsaktives Agieren, fast tänzerisch, mit anderen ist hier möglich. Über Wirkungsanalysen hat man an diesem Objekt zweitgleich bis zu 15/20 junge Menschen gezählt. Beim Spielen und Experimentieren mit der Körperkoordination steht man auf einer in der Mitte gelagerten Fläche. Halt findet man an Metallbügeln und den beteiligten Mitspielern. Bewusst muss der Körperkontakt zu anderen hergestellt werden. Auch das Suchen von Restrisiko ist möglich, da man während den eigenverantwortlichen Spielvorgängen auch auf- und abspringen kann.

Die Stehwippe ist ein klassischer Spielpunkt, der neben Kindern auch Jugendliche und Erwachsene in hohem Maße zum Ausprobieren motiviert. Der Grund liegt in der ganzheitlichen Herausforderung verschiedener motorischer Fähigkeiten und im Miteinander-spielen-können.

Sandseenlandschaft

Ein ruhebetonter Bereich ist die klassisch naturnah angelegte Sandseen- und Flusslandschaft. Sie ist das Reich für die Kleinkinder. Ein Aus Kies und Sand modellierter Flusslauf mündet sich von der Quelle über einen See, eine Schlucht bis zur Mündung beim Baumhaus. Diese Freifläche liegt im Zentrum des Spiel- und Begegnungsraumes für alle Generationen und in direkter Nachbarschaft zur Piazza im Südwesten.

(c) 2017 Treffpunkt Staufenberg e.V.

Piazza

Die Piazza im Südwesten, unmittelbar in der Nähe der Sandseenlandschaft, lädt zum gemütlichen Plausch ein. Sie ist ein mediteran gestalteter Platz im Schatten, mit Tischen und Bänken.

Jugendtreff

Sechseckige Tischtennisplatten sind ideal geeignet vielen MitspielerInnen zeitgleich Gelegenheit zum Spielen zu geben. Eigene Regelfindungen kann man untereinander arrangieren. Man spielt über eine Linse. Bis zu drei Bälle gleichzeitig können über Kreuz zum Einsatz kommen. Das erfordert eine hohe Konzentration der Aktiven. Dabei werden die Randbereich und das Umfeld um die Tischtennisplatte modelliert und so gestaltet, dass der leichte, windempfindliche Ball auch von Profis und Anfängern gemeinsam gespielt werden kann, ohne dass man als Anfänger mehrheitlich auf der Suche des Balles ist. Nach einer gewissen Distanz zur Spielplatte nach hinten, erfährt der Tischtennisball, hat man ihn einmal nicht erwischt, vergleichbar der Konzeption von innovativ gestalteten Bolzplätzen, eine Barriere. Das Modell des windgeschützten und funktional beschriebenen Raumes hat aber noch eine weitere planerisch bedeutsame Variante. Rundum kann man Kommunikationsbereiche anordnen, damit sich auch Nichtspieler an dieser Stelle aufhalten können. Somit handelt es sich bei einer so multifunktional geplanten Teilfläche auch um einen klassischen Jugendtreff, der die Bedürfnisse und spezifischen Verhaltensstrukturen dieser Generationsgruppe auch hier ergänzend abdecken kann. Aus diesem Grunde wurde am Rande dieser Teilfläche noch eine Überdachung mit Lümmelpodesten integriert.

Atrium und Boulebahn

Ebenfalls im Zentrum gelegen befindet sich der Boulebereich mit Boulebahn, die von beiden Seiten bespielt werden kann. Für die Zuschauer plante man dort ein Sitzrondell ein.

Endpunkt dieser Teilspielzone ist dann ein Platz, in dem bereits eine Pergola integriert ist. Diese wie auch die Bänke sind zu sanieren.

Ins Zentrum wurde dort ein Aktionspavillon integriert. Zudem gegenüberliegend eine Bühne als Wiesenfläche. Dadurch wird dieser Platz zu einem multifunktionalen Ort der Begegnung und wenn man will auch der Kulturvermittlung auf vielfältige Art und Weise.

Die Bepflanzung

Auch wenn man explizit auf diesen Inhalt bei der Beschreibung der jeweiligen Spiel- und Aufenthaltszonen nicht eingegangen ist soll es sich bei den Ergänzungspflanzungen ausschließlich um heimische, robuste und spielfreundliche Pflanzen handeln, mit denen man auch den jahreszeitlichen Verlauf, wie bereits beim Schulhofkonzept angedeutet, erleben kann.